Aus dem Archiv in klingende Musik
Im März 2008 wurde von der Lautten Compagney und der Sing-Akademie zu Berlin die Reihe "Il Ripieno!" ins Leben gerufen. Sie will an ein historisches Vorbild anknüpfen: Vor mehr als 200 Jahren, am 10. April 1807 hatte Carl Friedrich Zelter mit zehn Instrumentalisten in Berlin seine Ripienschule (nach ital. ripieno, "alle gemeinsam") ins Leben gerufen, um Werke vergessener Meister neu zu spielen. Dort übten Musikliebhaber Berlins zu ihrem reinen Vergnügen und ohne Aufführungsabsicht Kompositionen von Bach, Händel, Quantz, Benda, aber auch von heute nicht oder kaum mehr bekannten Komponisten ein.
Wollen Sie bisher noch unbekannte Notenschätze aus dem Archiv der Sing-Akademie nicht nur in Konzerten oder Einspielungen hören, sondern gemeinsam mit den ausübenden Instrumentalisten Schritt für Schritt entdecken? In moderierten Proben spielt die Lautten Compagney direkt aus den überlieferten Stimm-Materialien und begibt sich auf eine Entdeckungsreise in die Berliner Musikgeschichte. Beobachten Sie die versierten Kenner unter der Leitung von Wolfgang Katschner bei ihrer Arbeit und beurteilen Sie selbst, welche der neu aufgespürten Musiken Sie in zukünftigen Konzerten wiederhören möchten.
Sie sind Musiker und würden gerne bei "Il Ripieno!" musizieren und sich vorstellen? Schicken Sie zvor eine Mail mit Ihrer Vita an lautten.compagney@t-online.de.
Aufführungsort ist die aparte «Villa Elisabeth» in der Invalidenstraße 3, gelegen an der Markthalle in 10115 Berlin-Mitte.
"Il Ripieno!" findet immer an einem Dienstag in zwei Teilen statt:
16 Uhr: Offene Werkstatt, 18 Uhr Präsentation.
Danach kann man im Café ein Gespräch über das Gehörte führen.
Der Grund für diese Regelung: Die Sing-Akademie probt an jedem Dienstag in der «Villa Elisabeth» und in der direkt daneben liegenden Elisabeth-Kirche mit vielen ihrer Mitglieder. Da die Erschließung der Schätze aus dem Archiv der Sing-Akademie natürlich besonders die Sing-Akademie betrifft, hat man sich für die oben angeführte Regelung entschieden.
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